Die RN7 verbindet die Hauptstadt mit Tulear, der drittgrößten Stadt Madagaskars im Südwesten. Die Straße zeigt für madagassische Verhältnisse eine sehr gute Qualität. Im Sommer 2006 bewältigen wir per Autostop die hochinteressante Strecke.
Das atenberaubende Isalogfebirge zeigt eine gesunde Mischung aus steppenartiger Landschaft und in abenteuerliche Felskulissen eingefügten Oasen. Im Gebiet der Bara treffen wir immer wieder auf teils schwer bewaffnete Zebuhirten, die mit ihren Herden so manchen Stau verursachen. In diesem Volksstamm ist der Viehdiebstahl zu einem „Sport” bzw. einer Mutprobe geworden, die nicht selten blutig endet.
Wir durchfahren so herrliche Kolonialstädte, wie Fianarantsoa, Antsirabe oder Ihosy, deren Gebäude allerdings teils nur noch den Charme der Vergangenheit vermuten lassen. Im Adtringitragebirge erwartet uns eine kompakte Bergwelt mit riesigen Wasserfällen und einzigartigen Reisterassen. Immer wieder treffen wir auf teils grotesk wirkende Reptilien die sich auch in unmittelbarer Straßennähe wohl zu fühlen scheinen. Interessante Nationalparks runden diese einwöchige Reise ab.